Die Konsolidierung von Cybersicherheitsanbietern ist eine Möglichkeit, die Anzahl der Anbieter zu reduzieren, die ein Unternehmen zum Stärken seines Sicherheitsstatus nutzt. In der sich ständig weiterentwickelnden Cyberlandschaft von heute haben Unternehmen eine Vielzahl von Anwendungsfällen im Bereich Sicherheit, die jeweils spezielle Tools und Services erfordern. Vom Endpunktschutz über zentralisierte Identitätslösungen und Tools zur Analyse von statischem Code bis hin zu Lösungen für die Verwaltung der Cloud-Sicherheit und der Reaktion auf Vorfälle – die Liste der unverzichtbaren Sicherheitstools ist schier endlos.
Wenn jedoch zu viele Tools vorhanden sind, wird die Verwaltung schwieriger, die Produktivität leidet und die Komplexität nimmt zu. Dies gilt vor allem dann, wenn die Tools nicht interoperabel sind und es deshalb zur Herausforderung wird, sich einen umfassenden Überblick über den Sicherheitsstatus des Unternehmens zu verschaffen. Dies kann zu ausnutzbaren Sicherheitslücken führen.
Eine Lösung für dieses Problem ist die Konsolidierung der Cybersicherheitsanbieter. Wenn ein Unternehmen Tools von einer geringeren Anzahl an Anbietern nutzt, kann es einen integrierten, zusammenhängenden Sicherheits-Stack aufbauen, der mehr Übersicht und Kontrolle über die Sicherheitsabläufe bietet.
Gartner berichtet, dass 75 % der Unternehmen eine Anbieterkonsolidierung in Erwägung ziehen, was den wachsenden Trend zur Rationalisierung von Sicherheitsabläufen verdeutlicht. Dieser Prozess kann jedoch komplex sein und erfordert eine sorgfältige Planung, damit die Sicherheit nicht beeinträchtigt wird.
Hier einige Herausforderungen, mit denen Unternehmen bei der Konsolidierung ihrer Cybersicherheitsanbieter typischerweise konfrontiert sind:
Wenn Sie die oben genannten Herausforderungen vermeiden möchten, sollten Sie beim Konsolidieren Ihrer Cybersicherheitsanbieter wie folgt vorgehen:
Die Konsolidierung der Cybersicherheitsanbieter verspricht mehrere Vorteile für Unternehmen:
1. Geringere Komplexität
Die Verwaltung einer Vielzahl heterogener Sicherheitstools kann die Komplexität erhöhen und zu Fehlkonfigurationen führen. Eine Anbieterkonsolidierung eröffnet Ihnen die Möglichkeit, eine Reihe vorab integrierter und validierter Lösungen zur Verwaltung Ihrer Sicherheitsmaßnahmen zu implementieren. So können Sie beispielsweise eine konsolidierte Identitätsplattform nutzen, um die Zugriffskontrolle für alle Ihre Cloud-, On-Premises- und Legacy-Umgebungen durchzusetzen.
2. Verbesserte Sichtbarkeit
Unterstützen Sie Ihr Sicherheitsteam, indem Sie alle kritischen Sicherheitskontrollen auf einer einheitlichen Plattform konsolidieren und den Mitarbeitern so einen besseren Einblick in die Infrastruktur ermöglichen. Wenn Sie beispielsweise eine konsolidierte Identitätslösung mit einem Tool für Privileged Password Management (PPM) integrieren, können Sie alle Daten zu privilegierten Identitäten im PPM-Tool speichern.
3. Kosteneinsparungen
Eine Anbieterkonsolidierung kann die Kosten für die Cybersicherheit senken, da Lizenzgebühren minimiert und Wartungskosten reduziert werden. Außerdem können Unternehmen bessere Konditionen aushandeln, wenn sie alle oder mehrere Lösungen vom selben Anbieter beziehen.
4. Vereinfachter Support
Je weniger Kontaktpunkte für Supportanfragen vorhanden sind, umso geringer ist das Risiko, dass die Integration von Lösungen, die eigentlich interoperabel sein sollten, Probleme verursacht und niemand die Verantwortung dafür übernehmen will. Wenn nur eine einzige Support-Organisation zuständig ist, trägt dieser Anbieter eindeutig die Verantwortung für die Integration zwischen seinen Produkten. Eine zentrale Anlaufstelle bewirkt auch eine schnellere Problembehebung, da die Abstimmung zwischen Anbieter und Kunde weniger Zeit beansprucht.
5. Höhere Effizienz
Eine konsolidierte Sicherheitsplattform rationalisiert die Sicherheitsabläufe, da sie die Sicherheitskontrollen zentralisiert und die Verwaltung von Sicherheitsrisiken erleichtert. So können Administratoren beispielsweise ein interoperables Tool zur Schwachstellenanalyse verwenden, um die gesamte Infrastruktur auf Schwachstellen zu überprüfen.
6. Verbesserte Sicherheit
Angriffe auf die Lieferkette, die auf Drittanbietern zurückzuführen sind, werden immer häufiger. Im Jahr 2022 wurden durch diese Art von Angriffen mehr Sicherheitsverletzungen verursacht als durch Malware. Eine Anbieterkonsolidierung kann die von diesen Angriffen ausgehende Bedrohung verringern, weil sie die Angriffsfläche verkleinert und die Anzahl der Drittanbieter minimiert.